Branchen / Gesundheitswesen / Medizinische Versorgungszentren (MVZ)
Ein MVZ kann nur kaufen, wer selbst eines gründen dürfte.
Beim MVZ hängen Zulassung und Arztstellen an der Gesellschaft, nicht an Ihnen als Person. Das macht es leichter übertragbar als eine Einzelpraxis, solange der neue Gesellschafter die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.
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Mögliche Käufer
Wer kaufen
darf.
Aktive Käufer sind Verbünde, die Praxen und MVZ einer Fachrichtung unter einem Dach führen, häufig mit einer Beteiligungsgesellschaft im Hintergrund und einem Krankenhaus als Träger. Daneben kaufen Krankenhäuser aus der Region und Ärzte, die als Gesellschafter einsteigen. In diesem Feld wird derzeit viel gekauft.
Was bei Ihnen dazukommt
- Gesellschafter müssen gründungsberechtigt seinAnteile an einer MVZ-Gesellschaft können nur Träger halten, die ein MVZ gründen dürfen, vor allem zugelassene Ärzte und zugelassene Krankenhäuser. Fällt diese Voraussetzung weg, ist die Zulassung des MVZ in Gefahr. Haben Sie zugunsten der Anstellung im eigenen MVZ auf Ihre Zulassung verzichtet, hängt Ihre Gründereigenschaft in der Regel daran, dass Sie dort weiter tätig sind. Das gehört vor dem Verkauf geklärt.
- Die Regeln stehen politisch zur DebatteÜber strengere Vorgaben für MVZ in der Hand von Investoren wird seit Jahren diskutiert. Käufer kennen das und berücksichtigen es in ihren Angeboten. Für Sie heißt das: Die Struktur des Käufers gehört genauso geprüft wie sein Preis.
Der Blick des Käufers
Worauf Käufer
achten.
- Angestellte Ärzte und ärztliche LeitungWie lange sind die Ärzte im Haus, wie sind ihre Verträge gestaltet, wer ist ärztlicher Leiter? Ein MVZ, das ohne Sie als Behandler läuft, ist für Käufer deutlich mehr wert als eines, das an Ihren eigenen Sprechstunden hängt.
- Arztstellen und GenehmigungenWelche Sitze hält das MVZ, welche sind voll besetzt, welche nur zum Teil? Stellen, die länger unbesetzt bleiben, können verloren gehen. Käufer lassen sich die Bescheide des Zulassungsausschusses vollständig zeigen.
- Abrechnung und offene PrüfungenHonorarbescheide der letzten Jahre, laufende Wirtschaftlichkeits- oder Plausibilitätsprüfungen, mögliche Rückforderungen. Was hier offen ist, landet im Kaufvertrag als Absicherung für den Käufer.
Aus unseren Mandaten
Inhaber, die diesen Weg
gegangen sind.
Begleitet von CARL. Wer gekauft hat und warum, lesen Sie bei den Transaktionen.
PAPmed GmbHArbeitsmedizin2024an Arsipa (Warburg Pincus)
doctari GmbHPersonaldienstleistungen im Healthcare Bereich2018an Vitruvian Partners
Häufige Fragen
Was Inhaber
uns fragen.
Ich habe mein MVZ als Arzt gegründet. Kann ich an einen Investor verkaufen?
Eine Beteiligungsgesellschaft darf selbst kein MVZ halten. Sie kauft in der Regel über einen zugelassenen Träger, meist ein Krankenhaus, das ihr gehört. Achten Sie darauf, wer am Ende Vertragspartner wird und wer im Alltag die Entscheidungen trifft. Ob ein solcher Käufer zu Ihnen passt, entscheiden Sie.
Muss ich nach dem Verkauf im MVZ bleiben?
Meist ja, für eine vereinbarte Zeit. Käufer wollen, dass Sie als ärztlicher Leiter oder angestellter Arzt den Übergang begleiten, weil Patienten, Zuweiser und Team an Ihnen hängen. Dauer, Umfang und Vergütung werden im Kaufvertrag festgelegt. Wenn Sie früh aufhören möchten, sollte ein Nachfolger für die Leitung schon im Haus sein.
Was geschieht mit den angestellten Ärzten?
Bei einem Verkauf der Anteile bleibt die Gesellschaft Arbeitgeber, und die Genehmigungen für die Anstellungen bleiben bei ihr. Für die Ärzte ändert sich zunächst nichts. Trotzdem fragen Käufer, ob wichtige Ärzte bleiben wollen. Wann und wie das Team informiert wird, planen wir gemeinsam mit Ihnen.
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